Drei Wochen im Schnelldurchlauf

Es ist natürlich schwierig, eine Zeitspanne von mehr als zwei Monaten einzufangen, wenn man schon ein halbes Jahr wieder zurück in Deutschland ist. Ich starte einen Versuch…

Nach der Golden Week begann die Schule wieder – der letzte Abschnitt vor den Sommerferien haut auch immer nochmal rein. In Japan wird es auch immer heißer und in der Yokohama-Ecke auch immer schwüler. Das ist mit Maske schon anstrengend, aber wenigstens gibt es überall Klimaanlagen! Schule war wie immer, aber am Wochenende stand Domis Geburtstagsfeierei an. Er hatte für uns ein Picknick im Park organisiert – jeder hatte etwas beigesteuert und mit dem Wetter hatten wir auch total viel Glück. Außerdem konnte man sich gemütlich mit vielen Leuten unterhalten – das ist im Alltag gar nicht immer einfach. Nach der „Party“ bin ich noch mit zu Domi und Ryoko, wir haben indisches Essen bestellt und viel getrunken und gequatscht. Das war so ein richtig schöner Abend mal wieder!

Ich hatte die Woche über wieder sehr viel mit der Arbeit zu tun und musste weiterhin Sachen packen, verkaufen und nach Hause schicken. Das Stressigste war aber wirklich jedes Mal die Post – bei jeder Filiale ist es anders und der Zollzettel muss auch jedes Mal anders ausgefüllt werden. 😀 Dass ein uraltes dickes Japanisch-Englisch-Wörterbuch herausgekramt wurde, um den Inhalt meiner Pakete zu verstehen, war ein absolutes Highlight.

Weil Domi und ich beide Maikinder sind, hatten wir bei Maik für Dienstag einen sagenhaften Käsekchen für das ganze Kollegium gebacken, besser gesagt, drei Kuchen! Der war auch ratz fatz weg. 🙂 Am Wochenende war ich bei Kathrin und ihrem Mann zum Essen eingeladen – sie wohnen nicht weit von mir und hatten japanisches Essen gekocht. Es hat so viel Spaß gemacht, mit ihnen den Abend zu verbringen!

Zu Ehren des Pfingstsonntags war ich mal wieder bei Bettina und Marcus im Gottesdienst. Wir konnten draußen in der Sonne sitzen und auch singen. Man hat richtig gespürt, wie gut es tut, wieder singen zu dürfen. Und weil der Tag so schön und sonnig war, bin ich wieder stundenlang durch Tokio spaziert und habe mich treiben lassen. Mich hat es nach Setagaya verschlagen, wo ich in vielen Second-Hand-Shops stöbern konnte. Außerdem bin ich auf einen kleinen Flohmarkt gestoßen, auf dem ich ein schönes Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder ergatter konnte. Eine Pause mit Lesen und guter Ingwer-Limo hab ich aber auch eingelegt! Der Tag war einfach traumhaft – Tokio ist so eine coole und vielseitige Stadt, das ist unfassbar! Und in dieser Zeit blühen auch überall Hortensien in einer Pracht, die man sich kaum vorstellen kann!

Die nächste Woche war auch relativ entspannt – ich hatte einiges zu tun, natürlich, aber trotzdem auch Zeit für Schönes, denn so langsam schwindet die Zeit und ich will möglichst viel davon mit lieben Menschen verbringen! So auch Dienstag nach der Schule – Bettina und Marcus hatten mir zum Geburtstag eine Überraschung geschenkt, die ich einlösen durfte! Sie hatten für den Abend ein richtig dekadentes Raclette vorbereitet und nachmittags gab es Matcha-Kuchen. Genau mein Ding! 🙂 Der Abend war sooo schön, ich könnte ja bei den beiden einziehen!

Der Rest der Woche war sehr unspektakulär, das Übliche an Nervigem und Schönem, Lustigem und Traurigem…

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