Golden Week zu Hause

Ich muss sagen, dass es mich viel Überwindung gekostet hatte, meine Sachen zu packen und zu reisen. Denn manchmal habe ich da wirklich gar keine Lust drauf. Dieses Getriebensein ist wirklich anstrengend und da ohnehin alles immer neu für mich ist hier in Japan, ist es manchmal einfach schön, auch zu Hause zu sein und in der Gegend etwas zu unternehmen. Am Sonntag war ich also mal wieder in der Kirche – das tut mir hier echt gut, weil man zwar trotzdem in einer deutschsprachigen Bubble, aber dennoch einfach raus aus dem Schulkontext ist. Der Tag war sehr schön und nach einem Kaffee mit Bettina und Marcus bin ich weitergezogen und habe mein liebstes Viertel „Togoshi Ginza“ unsicher gemacht. Ich mag diese Sträßchen da und es gibt einen wunderschönen kleinen Töpferladen und richtig süße kleine Second Hand Shops. Auch die Stimmung dort ist einfach entspannt. Am Montag Abend war ich mit Catalina zum Essen verabredet. Diesmal Indisch. Anschließend haben wir bei ihr Cidre getrunken und einen Spaziergang am Fluss gemacht und über alles mögliche geredet. Ein schöner Abend.

Der nächste Tag stand ganz im Stern des Ausmistens: Da ich nun bald schon wieder nach Deutschland zurückkehre, wird knallhart aussortiert. Ich muss für meine Sayonara-Liste alles fotografieren und Preise festlegen. Das ist viel Arbeit, nervig und eigentlich habe ich keine Lust drauf. Aber da komme ich nicht drum herum… 😀 Aber ich hab es mir gemütlich gemacht und Musik gehört. Dann war es erträglicher. 🙂 Und der nächste Lichtblick stand schon bevor: Sushi essen mit Pichaya. Wir haben uns am nächsten Abend getroffen und sooooo viel Sushi gegessen! Es war der Hammer. Ich glaube, in Deutschland kann ich das echt nicht mehr essen ohne Vorbehalte. Bei einem Eis-Matcha-Latte haben wir uns noch verquatscht und ich bin ganz entspannt und müde ins Bett gefallen. 

Am Donnerstag habe ich mich mit Domi zum Kaffee in Center Minami getroffen. Ich hab immer noch nichts für meinen Geburtstag geplant, hatte aber eigentlich auch nicht vor, etwas zu machen. Aber ich wurde von gefühlt allen Seiten überredet, doch wenigstens ein bisschen zu feiern, weil sie ohnehin kommen wollten. 😀 Aha! Also gut, ich habe Donnerstag Abend gemeinsam mit Lisa und Daniel bei ihnen (in unserer WG sozusagen 🙂 ) reingefeiert und am Freitag kamen noch ein paar Kolleg*innen vorbei zu Drinks und Snacks. Beide Abende waren sehr schön und ich bin dankbar, dass ich ein bisschen mit Freunden feiern konnte, auch wenn mir meine Freunde und Familie zu Hause sehr gefehlt haben! In Deutschland hätte ich aber wegen der Pandemie ohnehin nicht feiern können. 

Am Samstag habe ich erst einmal ausgeschlafen und dann gemütlich das Party-Chaos aufgeräumt. Abends bin ich zu Tina spaziert, wir haben zusammen gegessen und nachgefeiert. Leider konnte sie am Abend vorher nicht dabei sein, weil sie gerade erst aus Hokkaido zurückgekommen war. Wir hatten einen tollen Abend voll von schönen Gesprächen und Urlaubsberichten! Und einem nicht funktionierenden Tischfeuerwerk 😀 Bevor ich es vergesse: Mein Geburtstagsgeschenk von den lieben Kolleg*innen waren lauter Tipps, die ich zusammensetzen musste zu meinem Geschenk. Ich hab echt schon ein bisschen Angst 😀 Hier mal die Zusammenstellung der Tipps:

  1. Wir wechseln die Perspektive (ich gleich so: Fallschirmsprung?! Daniel hatte mir nämlich kurz davor so nen Witz erzählt…)
  2. Wäre Franks Ding gewesen
  3. Wir vertiefen uns in ein Element
  4. Hoffentlich nicht
  5. Wackelige Angelegenheit
  6. Alles eine Frage des Gleichgewichts
  7. Du kannst dich da frischmachen
  8. Motto: Dabei sein ist alles!
  9. Panta rhei 
  10. Feucht-fröhlich im wahrsten Sinne des Wortes

Aber als ich gesagt habe, wir machen irgendwas auf dem Wasser, haben sich alle nur doof gestellt und mich zappeln lassen. 😀 😀 😀 Tja, Auflösung folgt! Daniel hat mir eins seiner Bilder geschenkt #größterFan und ich hab von Lisa noch zwei niedliche Schälchen mit Pflaumenblüten drauf bekommen. Und Blumen und Kuchen von den Mädels – der Wahnsinn! Ein Päckchen aus Deutschland war auch schon angekommen. 🙂

Am Sonntag habe ich die Sonne genossen und einfach nur gechillt und Kraft getankt für den ersten Schultag. Insgesamt waren meine Ferien super ereignisreich und schön! Auf in den letzten Abschnitt! 🙂

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