Oshima oder: Lisas Geburtstag

Nach der Woche sind wir – Tina, Lisa, Daniel und ich – ganz gemütlich am Samstag mit dem Zug und der Fähre nach Oshima gefahren. Diese kleine Insel gehört zu den Izu-Inseln und ist wunderschön mitten im Pazifik gelegen! Man kann sogar, wenn die Sicht gut ist, vom Vulkan Mihara mitten auf der Insel auch Fuji sehen. Leider hatten wir kein Glück.

Lisa hatte sich den Ausflug zum Geburtstag gewünscht und uns ein Hostel gebucht. Das war richtig cool, wir hatten zwei Zimmer mit Tatami-Boden und Futons. Nachdem wir erst einmal ein kleines Mittagessen in einem Sushi-Laden eingenommen hatten, wollten wir ein Auto mieten. Die Vermietung war zwar offen, aber nicht besetzt. Lisa hat dann auf Japanisch mit den Leuten da gesprochen und ausgemacht, dass wir ein Auto für den nächsten Tag nehmen. Es war wieder mal sehr lustig. Weil uns aber kalt war, sind wir dann erstmal ins Café „MOMOMOMO“ gelatscht und haben uns da gemütlich mit Tee, Kaffee und Kuchen aufgewärmt. Der Typ, dem das Café gehört, war so nett! Er hat extra für uns eine Nina Hagen Platte aufgelegt. 😀

Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, sind wir an den Strand spaziert, wo es ganz schön windig war. Aber wunderschön. Der Sand ist ganz dunkel und wir konnten Muscheln und Steine sammeln und den Sonnenuntergang betrachten. Anschließend (wieder durchgefroren) haben wir ganz schnell noch für den Abend eingekauft, und weil Tina ihre Zigaretten aufgebraucht und der Supermarkt natürlich schon zu hatte, wurde sie von einem Freund des Hostelbetreibers zu einem größeren Supermarkt gebracht. 😀 Als sie wieder zurück war, haben wir erstmal den einzigen Onsen aufgesucht, der offen hatte. In einem Hotel. Superschön und gemütlich, wir waren auch einfach die einzigen da… Zurück im Hostel hatten wir einen lustigen und gemütlichen Abend mit viel Ume-shu und anderen Leckereien. 🙂

Nach der frischen Meeresluft und dem Onsen haben wir so gut geschlafen! Gefrühstückt haben wir in unserem süßen Café und sind dann losgedüst mit dem kleinen Flitzer, den Lisa uns klargemacht hatte. Es ging rauf zum Vulkankrater – wir sind ein Stück gefahren und dann ca. zwei Stunden da hochgewandert und haben uns dabei alle ganz schön verbrannt (aber natürlich erst hinterher bemerkt…) Der Vulkan ist immer noch aktiv und man sieht auch an manchen Stellen Rauch aufsteigen. Man kann um den Krater herumwandern, was wir aber nicht gemacht haben. Wir wollten ja noch ein bisschen ans Meer, bevor wir die Fähre nach Atami erwischen mussten.

Am Meer war es soooo schön! Der Pazifik ist einfach gigantisch, der Sand ganz schwarz. Überall liegt Lavagestein herum, das durch die Wucht des Wassers perfekt zu Kugeln geformt ist. Einen schöneren Ausklang als am Strand rumzuhängen hätte es nicht geben können. Wir haben dann das Auto wieder abgeliefert und erstmal noch ein paar Souvenirs gekauft – Oshima ist die Kamelieninsel. Die Kamelie ist auf allen möglichen Dingen, die kein Mensch braucht, abgebildet. Das ist auch so typisch für Japan, dass dann eine Blüte oder so das Ding an einem Ort ist und alles, was man kaufen kann, dieses Merkmal trägt. 🙂 Vollbepackt haben wir dann die Fähre nach Atami genommen, wo wir noch ganz schick in einem Fischrestaurant essen waren. Lisa und Daniel sind noch eine Nacht in Atami geblieben, während Tina und ich am Montag wieder zur Schule und somit zurück nach Yokohama mussten. Aber wir haben uns den Shinkansen gegönnt, der uns in ca. 35 Minuten von A nach B transportiert hat! Wahnsinn!

Lisas Geburtstag war erst am Montag, deshalb haben Tina und ich uns mit Daniel eine Überraschung ausgedacht. Daniel hatte mir den Wohnungsschlüssel gegeben, damit wir schon ein bisschen was vorbereiten können. Die Überraschung ist geglückt! Lisa hat sich total gefreut. 🙂 Wir haben viel gelacht und trotz dem nahenden Abschied einfach einen tollen und entspannten Abend verbracht.

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