Erste Eindrücke

So langsam fühlt es sich „normal“ an, im Hotel zu wohnen. Es ist zwar nervig, aus dem Koffer zu leben, aber das ist jetzt mal für ne Weile so, bis ich eine Wohnung gefunden habe. Wenigstens muss ich mir um Möbel und Küchenkram keine Gedanken mehr machen. Das habe ich alles bereits von ehemaligen Kolleginnen gekauft und die Sachen warten in der Schule auf mich. Sogar ein Fahrrad, was wirklich toll ist.

Gestern hatten wir uns für 9 Uhr zum Frühstück verabredet, kurz nach 9 Uhr klopfte es an meine Tür und davor standen zwei Hotelangestellte, die mir sehr freundlich mitteilten, dass unser Frühstück fertig sei. Als wir unten waren (wir wollten ja wieder in den Konferenzraum), wurden uns einfach vier Tüten mit je einer Papierbox in die Hand gedrückt, in der sich unser jeweiliges Frühstück befand. Wir haben dann bei Henning im Zimmer gefrühstückt. In den Boxen war alles einzeln in Plastik verpackt. Ich bin wirklich froh, dass ich die letzten eineinhalb Jahre meinen Plastikkonsum eingeschränkt habe, denn hier hole ich das komplett wieder auf und fülle jeden Tag gefühlt einen Eimer mit Plastikmüll. Richtig krass!

Gestern nach dem Mittagessen waren wir einkaufen und haben uns mit Essen und Getränken ausgestattet. Henning und ich sind noch um den Block spaziert und in einem schönen Park gelandet, in dem Bänke stehen und Tische, an denen man eventuell mal essen könnte. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt und „mein Plätzchen“ da gefunden. Werde sicher öfter hingehen. Wir haben uns ein Eis gekauft und im Park ein bisschen verweilt. Die Gegend um unser Hotel herum ist insgesamt ziemlich modern – Shin Yokohama bedeutet Neu-Yokohama. Es ist belebt und es gibt viele Supermärkte und Firmen, auch deutsche (z.B. TÜV Rheinland) um uns herum. Auch ein paar richtig schöne Läden, die ich von außen bewundert habe.

Bis zum Abendessen um 18 Uhr hatten wir noch ein bisschen Zeit für uns und ich konnte meinem Kram organisieren. Wir waren kurz nach 18 Uhr im Konferenzraum, aber das Essen stand noch nicht auf dem Tisch. Bisher stand immer alles bereit, aber wir waren auch immer ein bisschen später dran. Die Mitarbeiter*innen sind dann losgehetzt und haben sich entschuldigt, dass das Essen so spät ist. (Es war gerade mal 18.06 Uhr! 😀 ) Nach dem Essen sind alle in mein Zimmer gekommen und weil Henning coolerweise Tonic Water gefunden hatte, konnten wir endlich auf unser Abenteuer anstoßen. Es könnte sein, dass Gin Tonic hier zum Ritual wird… 🙂 Mit guten Gesprächen nahm der Abend ein schönes Ende, wir haben bis Mitternacht durchgehalten.

Heute Morgen haben wir alle total lange geschlafen, ich merke schon, dass sich der Jetlag noch nicht ganz gelegt hat, ich könnte wirklich ewig schlafen. Nach dem Frühstück sind wir nochmal los zum Einkaufen. Es ist so faszinierend, wie aufgeschmissen man ist ohne Japanisch. Ich kann absolut NICHTS lesen, bin also klare Analphabetin und komme mir auch ein bisschen dumm vor, weil ich noch so gar nichts kann. 😀 Vorhin, als ich im Supermarkt bezahlt habe, habe ich mich mit „Sayonara“ verabschiedet, aber ich glaube, das war auch nicht ganz korrekt. 😀

Übrigens ist hier alles ziemlich teuer. Wir waren vorhin kurz in einem etwas größeren Kaufhaus, und da kostet ein einzelner Apfel 350 Yen. Das sind umgerechnet ca. 2,80 €! Dafür sieht alles perfekt aus und ist von hoher Qualität. Die Hitze hier kommt mir besonders durch die hohe Luftfeuchtigkeit extrem vor, aber es weht eigentlich immer ein Lüftchen. Akklimatisieren muss ich mich allerdings noch.

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