Kyoto und Quarantäne

Nach meinem Aufenthalt in Osaka ging es weiter nach Kyoto, wo ich nochmal eine Nacht verbracht habe. Leider hat es nur geregnet. Aber Kyoto ist trotzdem schön. Ein bisschen Programm habe ich dann doch gemacht, bisle bummeln gehört immer dazu und ich wollte mich mit Jutta und Frank zum Essen treffen. Allerdings habe ich an der falschen Filiale einer Bäckerei gewartet. Hier checkt man immer erst hinterher, dass fast alles eine Kette ist. 😀 Stattdessen war ich mit Henning und Caro ein Bier trinken und bin dann abends noch zu Jutta und Frank ins Hotel gelatscht, wo wir bei Rotwein und Käse schön lange gequatscht haben. Ich bin erst kurz vor 23 Uhr in mein Hotel eingecheckt – mein Gepäck lag tatsächlich schon im Zimmer! Was für ein Service! Am nächsten Tag habe ich mich mit Henning und Caro am Silbernen Pavillon getroffen. Der Garten ist wunderschön. Selbst bei Nieselregen. Und ich weiß diese Ruhe in den Parks und Gärten immer mehr zu schätzen. Selbst wenn um einen herum Großstadt-Trubel herrscht, ist es dort immer ruhig und meditativ! Anschließend sind wir in eine Ramen-Bude eingekehrt und noch ein bisschen den Philosophenweg entlangspaziert. Leider waren die Kirschblüten noch nicht ganz da. Die Knospen allerdings schon kurz vorm Platzen! In einem supersüßen Café haben wir ne kleine Pause eingelegt und haben danach ein paar Antiquitäten-Läden abgeklappert. Der Museums-Shop des Kunstmuseums war auch super. Und unsere coole Gin-Bar durfte natürlich auch nicht fehlen – allerlei verrückte Kreationen wieder! Der Typ hat uns sogar wiedererkannt 😀 Und schon war meine Reise vorbei! Die Shinkansen-Fahrt verlief wieder sehr entspannt und ich konnte ein bisschen schlafen. Zu Hause bin ich auch direkt ins Bett gefallen, weil ich am Sonntag früh aufstehen musste.

Der Weltgebetstag der Frauen stand an! Ich sollte in der Kirche gemeinsam mit anderen Frauen etwas lesen und der Gottesdienst war wieder sehr schön. Bettina und Marcus machen das immer toll – das will schon etwas heißen, denn ich bin echt geprägt von meinem Großvater und Vater… Da kommt so leicht keiner ran, nä!? 🙂

Nach dem Godi, zu dem auch Nives gekommen war, sind Bettina, Nives und ich zusammen zum Falafel-Essen zu einem Israeli in Tokio spaziert und haben dort so lecker gegessen! Ich hätte schwören können, wir sind in Jordanien. Oder eben in Israel (da war ich halt aber noch nicht…) Kristian und Tom sind noch dazugestoßen und wir sind fast wahnsinnig geworden auf der Suche nach einem Spielplatz für Tom. Der allerdings ist ohne zu murren einfach mit uns gefühlt stundenlang durch die Stadt gelaufen. Zwischendurch mal Kaffee und fürs Kind ein paar bunte Schaufenster, schon ist alles gut! 😀 Letztendlich haben wir doch noch was zum Spielen gefunden. Abends habe ich mit Zubacs noch zusammen gegessen und musste mich leider noch an den Schreibtisch setzen.

Tja, allerdings verlief die Woche dann eher coronamäßig. In meiner einen Musikklasse haben die Kinder mit ihren selbstgebauten Instrumenten und Klangskulpturen Musik gemacht. Ein Schüler hatte aber Corona und daher war ich (und viele andere Kolleg*innen inklusive der beiden 5. Klassen) dann ab Donnerstag, als sein Ergebnis dann klar war, bis Dienstag in Quarantäne. Das hat für viel Unmut gesorgt, da natürlich nichts geklärt war, es gab keine allgemeinen Regelungen für den Online-Unterricht, nur dass er stattfinden muss. Also hab ich mal wieder ne Mail an die Schulleitung geschickt, weil sich auch Kolleg*innen an uns als LBR gewandt hatten. Ich war dann allerdings wieder die Buhfrau und hab mich darüber dann tierisch aufgeregt. Was solls. Es bringt hier einfach nichts, wenn man sich einbringen und etwas verbessern will. Kritik wird immer sehr persönlich genommen und es ist kaum möglich, sich mal ordentlich auszutauschen. Am schlimmsten finde ich aber die, die sich bei uns aufregen und dann bei der SL wieder schleimen. Ich meine, was genau soll das denn bringen, bitte?!?!

Nun gut, die Quarantäne verlief entspannt, obwohl einem schon mulmig ist, wenn man nicht so genau weiß, was Sache ist. Jedenfalls kamen bei den Testungen nur negative Ergebnisse heraus. Diese Schule hat nichts als Glück meiner Meinung nach. Denn Prävention sieht halt anders aus. Blöd war nur, dass meine 11er ihre Latein-Klausur nicht unter meiner Aufsicht schreiben konnten, ich hatte ein dermaßen schlechtes Gewissen! Aber die können Latein einfach.

Donnerstag hat die Sektchen-Gruppe sich dann bei mir getroffen. Das war ein sehr gemütlicher und entspannter Abend. Mit selbstgebackenem Apfelkuchen von Frank und Umeshu (Pflaumenwein) von Franziska zu Ehren ihres Geburtstags. Lecker, lecker, lecker!

Und schon war wieder Freitag! Meine andere Musikklasse hat mit ihren selbstgebauten Instrumenten Musik gemacht und in der 10 habe ich ne Klassenarbeit schreiben lassen. Nach der Schule haben Tina, Domi, Henning, Caro, Lisa und ich noch ein Picknick im Park veranstaltet. Das war klasse. Domi und ich sind bei Tina noch zum Absacker eingekehrt. Ein schöner Abschluss der Arbeitswoche!

Samstag haben Tina, Esther und ich den Sankei-en besucht, einen wunderschönen Garten nahe dem Hafen Yokohama. Wir wollten Sakura gucken. Aber: zu früh gefreut. Es gab zwar schon ein paar Blüten, aber die Bäume standen noch nicht in voller Blüte. Leider! Es gibt ja aber auch noch andere Blüten und Blumen hier. In Japan blüht immer irgendetwas. Der Tag war deshalb trotzdem super, wir sind durch den Garten gewandelt und haben den Tag gemütlich bei guten Gesprächen verbracht. Am Abend habe ich mit Micha geskypt und er hat ein recht langes und heftiges Erdbeben live mitbekommen. Mir saß das Erdbeben noch eine ganze Weile in den Knochen. Ich hab mich tatsächlich unter den Tisch begeben, war aber froh, dass Micha „da“ war. Hilfe, ey.

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