Pädagogik und Kunst

Die neue Woche begann mit dem pädagogischen Tag zum Thema „Feedback“. Ich bin kein großer Fan von pädagogischen Tagen, weil diese meistens unproduktiv sind und man oft das Gefühl hat, dass man seine Zeit dort absitzt. Diesmal war aber der erste Workshop zum Thema „kollegiale Hospitation“ ziemlich gut! Der zweite dann nicht mehr so, aber insgesamt war der Tag nicht ganz so enttäuschend wie so oft. Der Tag war aber mal wieder sehr lang. Im Anschluss war ich mit Anna, Peter und Ferdinand bei IKEA, um ein paar Sachen für die Wohnung zu kaufen. Fündig wird man bei IKEA ja immer. 😀 Habe einen Teppich und ein paar Kleinigkeiten für die Küche gekauft. Nach der Shoppingtour wollten wir irgendwo einkehren, aber das war ein Onsen (so eine Art Therme). Wir also wieder raus. Anna ist noch einmal rein, um zu checken, ob es wirklich nichts zu essen dort gibt. Letztendlich konnten wir im Onsen-Restaurant essen, mussten allerdings unsere Schuhe ausziehen, bevor wir eintraten. Das war richtig ungewohnt. An der Bushaltestelle haben wir eine junge Japanerin kennengelernt, die uns auf Englisch angesprochen hat. Sie kannte wohl einige der früheren Kolleg*innen an der DSTY und fand uns irgendwie toll. Das passiert auch nicht so oft, dass man angesprochen wird, da viele Japaner*innen eher zurückhaltend sind und einige auch aus Fremdenfeindlichkeit Abstand halten.

Insgesamt war die Schulwoche aber unspektakulär, es ist halt einfach auch Alltag. Am Freitag wurde mir nochmal ein Paket aus Deutschland geliefert, das ich verpasst hatte. Diesmal habe ich es allein hinbekommen, mithilfe von Google-Übersetzer und Co. Es ist einfach so bitter, dass man noch nichtmal lesen kann, was da so steht. 😀 Abends wollten Lisa, Caro und ich zusammen Falafel essen gehen, aber der kleine Laden hatte leider geschlossen. Also haben wir Pizza um die Ecke gegessen bei einem Italiener. Da Lisa unter anderem Italienisch-Lehrerin ist, war das eh cool, weil wir so gut es ging, auf Italienisch bestellen konnten. Da war die ganze Familia des Typen involviert, neben uns saß eine kleine Gruppe Japaner*innen und die waren laut, ey! Da können sie dann mal bisl aus sich rauskommen… 😀 Später sind wir noch bei Caro verhockt, Daniel stieß auch noch zu uns. Ich wollte eh bei Caro übernachten, weil wir Neuen am nächsten Tag von Bettina, unserer Pfarrerin, und ihrem Mann Marcus, der auch Pfarrer ist, zu einem Spaziergang durch das Tokioter Viertel Shinagawa eingeladen waren, und ich dadurch keinen so weiten Weg hatte.

Der Spaziergang war wunderschön – leider hat das Wetter nicht so mitgespielt. Trotzdem haben wir viel gesehen. Wir konnten durch das Viertel mit seinen goldigen Lädchen spazieren und haben den Shinto-Schrein in Shinagawa besichtigt. Dieser ist dem Gott des Reichtums Daikokou gewidmet, der zu den sieben Glücksgöttern gehört. Nach dem Spaziergang gab es bei Bettina und Marcus noch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Wirklich fabelhaft! Ich glaube, wir alle haben uns sehr wohlgefühlt! Ich konnte dann mit Nives, Kristian und Tom zurückfahren, die wohnen nämlich auch in Eda. Wir haben aber ewig gebraucht, weil mega Stau war. Millionenstadtverkehr eben 😀

Tina war abends noch bei mir und wir haben Wein getrunken und gequatscht, denn in der Schule sehen wir uns wirklich wenig.

Sonntag war dann nochmal Kunst angesagt! Die Banksy-Ausstellung in Yokohama, die ganz wunderbar war! Hier gibt es so viel Kunst, man kommt irgendwie gar nicht hinterher. Die Ausstellung habe ich mit Anna, Nives, Jutta und Frank besucht. Peter und Kristian sind mit den beiden Jungs rumgelaufen, bis wir fertig waren. Eigentlich wollten wir noch gemeinsam zu Mittag essen, aber weil wir so viele waren, schien das utopisch. Also haben wir uns aufgesplittet und ich bin mit Jutta und Frank bei so einer Nudelsuppenbude gelandet. Lecker und supergünstig! Einen Kaffee haben wir auch noch getrunken. Die beiden mag ich auch sehr! So coole Leute, ey! Beide waren bereits fünf Jahre an der Deutschen Schule in Shanghai und kennen von dort einen meiner Kollegen aus Schorndorf. Kleine Welt… 😀

Henning und ich haben uns noch zusammentelefoniert und waren bei Muji shoppen, weil ich noch Vorhänge brauchte. Den Laden liebe ich, das ist einfach alles schön da! 🙂

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